Allgemeine Informationen

Moderne Zähler für die Energiewende

Das digitale Messwesen schafft auf der Verbraucherseite eine wichtige technische Voraussetzung für das Gelingen der Energiewende!

Für die technische Umsetzung der Energiewende müssen nicht nur die Stromerzeugung auf erneuerbare Energien umgestellt und die Netze ertüchtigt werden. Auch die Verbräuche müssen besser kalkulierbar werden, um ein zunehmend volatiles Gesamtsystem weiterhin stabil steuern und Energie einsparen zu können. Dazu dient das digitale Messwesen, dessen schrittweise Einführung nun im Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende festgeschrieben ist.

Stabilisierung der Netze

Egal, ob Verbräuche in Haushalten, Büros oder Fabriken oder aber die Einspeisung durch Erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraftanlagen: Das, was heutzutage ins Stromnetz rein- und auch wieder rausgeht, ist deutlich stärkeren Schwankungen unterworfen als noch vor ein paar Jahren. Dank der neuen Messtechnik können Netzbetreiber künftig schneller und flexibler auf solche Schwankungen im Stromnetz reagieren. Das vermeidet Kosten, stabilisiert das Netz und beugt so auch Stromausfällen vor.

Energieeffizienz

Die sauberste und günstigste Energie ist und bleibt diejenige, der gar nicht erst verbraucht wird. Dank digitaler Messtechnikerhalten die Kunden einen Überblick über ihre Verbräuche und können so Stromfresser oder energieintensives Verhalten identifizieren. Mittel- und langfristig können dank der modernen Technik und kurzfristiger Ablese- und Abrechnungsintervalle auch ganz flexible Tarife entstehen. Das hilft noch effizienter mit der Energie umzugehen und eröffnet den Verbrauchern weiteres Sparpotential. Mit den digitalen Zählern zieht somit ein Stück Energiewende in jeden Haushalt ein!

Die gesetzliche Grundlage: Das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)

Grundlage des künftigen Einbaus digitaler Zähler ist das am 2. September 2016 in Kraft getretene Messstellenbetriebsgesetz als Teil des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende. Demnach sollen bis zum Jahr 2032 die alten analogen Zähler Schritt für Schritt durch moderne Messeinrichtungen bzw. intelligente Messsysteme ersetzt werden. Los geht es mit Großverbrauchern und Einspeisern, Privathaushalte ohne Erzeugungsanlagen folgen erst später.

Die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen vor Ort und damit insbesondere den Austausch der Zähler übernimmt der grundzuständige Messstellenbetreiber. In unserer Region ist das die OsthessenNetz GmbH.

Sichere Technologie

Da das Gesetz erst vor wenigen Monaten verabschiedet wurde und auf den letzten Metern noch neue Anforderungen an die neue Messtechnik hinzugekommen sind, stehen derzeit noch keine Geräte zur Verfügung. Die Industrie entwickelt und testet aber mit Hochdruck und ist dabei extrem strengen Anforderungen unterworfen: Die einzubauende Technologie wird sicher sein! Der Standard bei der Datenübertragung ist sogar höher als beim Online-Banking, das heute schon von zahlreichen Menschen genutzt wird.

Stufenweiser Einbau

Der Einbau erfolgt stufenweise. Bis zum Jahr 2032 soll ein Großteil der alten analogen Zähler Schritt für Schritt durch moderne Messeinrichtungen bzw. intelligente Messsysteme ersetzt werden. Los geht es mit Großverbrauchern und Einspeisern, Privathaushalte ohne eigene Erzeugung folgen erst später. Keine Angst: Niemand wird vom Einbau überrascht werden – wir schreiben jeden Kunden rechtzeitig an und informieren ihn über die Details eines bevorstehenden Zählerwechsels!

Der Einbau ist übrigens in den meisten Fällen für unsere Kunden kostenlos. Nur, wenn besonders alte, nicht mehr heutigen Anforderungen entsprechende Installationen und Zählerschränke vorhanden sind, kann es zu technischen Mehraufwänden kommen, die dann kostenpflichtig werden. Anschließend erhalten Sie nicht nur eine moderne Zähltechnik, sondern auch eine sichere Hausinstallation, die den aktuellen Regeln der Technik entspricht!

Definierter Kostenrahmen   

Die Grundgebühr Ihres Stromliefervertrages enthält schon heute Kostenumlagen für Zähler, Messung und Abrechnung. Das wird auch bei der modernen Messtechnik so sein. Die Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums sehen vor, dass moderne Messeinrichtungen maximal 20 Euro und intelligente Messsysteme höchstens 200 Euro pro Jahr kosten sollen, wobei es für intelligente Messsysteme eine klar definierte Abstufung nach dem Jahresverbrauch gibt: Großverbraucher zahlen dabei evtl. den Maximalpreis, Familien mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch weniger.

Weitere Informationen

Da das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende erst vor kurzem erlassen wurde, gibt es in einigen Punkten noch keine Details. Wir werden aber alle neuen Informationen regelmäßig auf unserer Homepage unter http://www.osthessennetz.de/netzbetrieb/digitalisierung-messwesen/allgemeine-informationen veröffentlichen.

Für weitere Fragen steht Ihnen unser Team Digitalisierung per E-Mail digitalisierung@osthessennetz.de zur Verfügung.